Mangan-Blutwerte beim Pferd

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Wolli
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Mangan-Blutwerte beim Pferd

Beitrag von Wolli » 05.04.2012 15:55:33

Hallo zusammen,
ich habe bei meinem Pferd ein großes Blutbild machen lassen, weil er ständig Juckreiz hat. Kein Zink, Selen oder Magnesiummangel zu finden, aber erhöhte Leberwerte.

Ich habe zusätzlich den Manganwert bestimmen lassen. Leider hat das Labor keinen Richtwert dazu geschrieben und auch meine TA konnte nichts dazu sagen, da beiden nur Richtwerte für Rinder im Bezug auf das Spurenelement Mangan vorliegen.

Wie hoch soll der Manganwert beim Pferd sein? Wo ist die Norm?
Mein Pferd hat 1,0 ug/l.
Wer kann mir hier helfen, ob der Blutwert in Ordnung ist?

Danke!
Wolli

shazy
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Re: Mangan-Blutwerte beim Pferd

Beitrag von shazy » 05.04.2012 16:06:15

Hey, ich habe aktuell genau das gleiche Problem. Mein TA sagte dann, dass die beste Art und Weise den Mineralstoffgehalt im Pferd am Besten über eine Haarprobe aus dem Mähnenhaar machen kann. Dafür gibt es Speziallabore, die das schnell und für ca. 100 Euro durchführen. Dies meist direkt mit Fütterungsempfehlung.
Die Mähne meines Pferdes wird gerade untersucht.
Guck mal, diese Seite finde ich recht informativ, besonders das pdf. http://www.traceelements.de/" onclick="window.open(this.href);return false; da sind auch die Symtome von anderen Mineralstoffmängeln aufgeführt.
Viele Grüße

shazy

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Re: Mangan-Blutwerte beim Pferd

Beitrag von shazy » 05.04.2012 16:28:05

guck mal, das steht in diesem pdf:
Eine Plasma- oder Blutkonzentration von weniger als 0,02 ppm Mangan (entspr.
20 mg/l ) wird bei Wiederkäuern als untere Grenze angesehen. Für Pferde werden
40 ppm in der Trockenmasse der Gesamtration als generell ausreichend angesehen

quelle: http://traceelements.de/smapferd.pdf" onclick="window.open(this.href);return false;
Viele Grüße

shazy

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tory
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Re: Mangan-Blutwerte beim Pferd

Beitrag von tory » 05.04.2012 16:33:34

räusper.....
hier in der gegend sind die manganwerte im grundwasser zu hoch!
was, wenn die werte zu hoch sind?
leberprobleme?
liebe grüße
helene


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shazy
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Re: Mangan-Blutwerte beim Pferd

Beitrag von shazy » 05.04.2012 17:41:30

Helene, ich könnte das samstag mal unauffällig anfragen. Dann ist mein TA auf dem Hof.
Viele Grüße

shazy

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jenny76
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Re: Mangan-Blutwerte beim Pferd

Beitrag von jenny76 » 06.04.2012 16:44:21

Die Adresse von so einem Speziallabor, bekomm ich die vom TA oder wo find ich die heraus?

Wolli
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Re: Mangan-Blutwerte beim Pferd

Beitrag von Wolli » 06.04.2012 22:22:13

Die gutgemeinte Info hilft mir nicht weiter, ich kann das nicht umrechnen....

Eine Plasma- oder Blutkonzentration von weniger als 0,02 ppm Mangan (entspr.
20 mg/l ) wird bei Wiederkäuern als untere Grenze angesehen. Für Pferde werden
40 ppm in der Trockenmasse der Gesamtration als generell ausreichend angesehen

Mein Pferd hat 1,0 ug/l - wieviel ist das denn verglichen mit der Empfehlung von oben?

Gruss Wolli

shazy
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Re: Mangan-Blutwerte beim Pferd

Beitrag von shazy » 07.04.2012 01:04:18

@helene: mein TA war heute schon da. Also bei Stuten ist ein Manganüberschuß nahezu ausgeschlossen, da hier durch die u.a. durch die Rosse hohe Mengen an Mangan ausgeschieden werden. Auch bei Jungs wäre es sehr schwer überhaupt einen Manganüberschuß zu erreichen. Er hielt hoch Manganhaltiges Wasser für unbedenktlich.

@jenny76: Frag doch einfach mal deinen TA, ob er ein Labor an der Hand hat. Ich habe das Mähnenhaar an Traceelements geschickt. Den Bericht habe ich heute (karfreitag!!) im Postfach gehabt. Da haben wir jetzt Einiges zu ändern.

@Wolli: vielleicht hilft dir das weiter: das steht in meinem Bericht als Referenzbereich : Mangan μg/g 1,5 - 20 . Ich würde das jetzt so deuten, dass Dein Pferd ein klein wenig unter dem Referenzbereich liegt.
Viele Grüße

shazy

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Re: Mangan-Blutwerte beim Pferd

Beitrag von tory » 07.04.2012 08:23:24

danke!
liebe grüße
helene


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Re: Mangan-Blutwerte beim Pferd

Beitrag von bubu » 07.04.2012 09:30:12

@Wolli: vielleicht hilft dir das weiter: das steht in meinem Bericht als Referenzbereich : Mangan μg/g 1,5 - 20 . Ich würde das jetzt so deuten, dass Dein Pferd ein klein wenig unter dem Referenzbereich liegt.
wolli schrieb aber von 1,0 ug/l und du schreibst /g! ich habe ja keine ahnung, aber ist das nicht ein unterschied?
An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft sondern seinen Charakter.
(Konfuzius)

Wolli
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Re: Mangan-Blutwerte beim Pferd

Beitrag von Wolli » 07.04.2012 10:47:22

@shazy: Danke für Deine Info: "vielleicht hilft dir das weiter: das steht in meinem Bericht als Referenzbereich : Mangan μg/g 1,5 - 20 . Ich würde das jetzt so deuten, dass Dein Pferd ein klein wenig unter dem Referenzbereich liegt."

Stand diese Empfehlung in Deinem Befund?
Ist da ein Unterschied in der Einheit? In meinem Laborbefund stand Istzustand:1,0 ug/l und Du schreibst ug/g. Kann man das überhaupt vergleichen?

Habe inzwischen viel im Netz gesucht und dort fand ich folgende nomale Manganwerte: 2,5 - 3,5 ug/l - unter 1,5 ug/l ist es als kritisch anzusehen.
Wenn diese Infos stimmen, hat mein Pferd ja massiven Manganmangel. Vielleicht kommen daher auch die Hautprobleme, er schubbert viel und die Muskelwerte waren auch zu hoch.

Jeder hat andere Einheiten, wie soll man da noch durchblicken :?:

Gruss Wolli

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Re: Mangan-Blutwerte beim Pferd

Beitrag von shazy » 07.04.2012 19:02:50

ach mist, stimmt. Mir ist das mit dem L und G durchgegangen, sorry :oops: Manganmangel scheint verbreiteter zu sein, als man denkt. Was sagt denn dein TA dazu? Ha er sich zu dem Befund nicht geäußert?
Mangan kann man aber relativ einfach zuführen und wenn endlich die Weidesaison anfängt, nehmen die Pferde ja auch übers Gras zu sich und ansonsten viel gutes Heu und ansonsten Mineralfutter zufüttern.
Viele Grüße

shazy

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Re: Mangan-Blutwerte beim Pferd

Beitrag von Rosalie » 31.12.2012 00:17:03

shazy hat geschrieben:ach mist, stimmt. Mir ist das mit dem L und G durchgegangen, sorry :oops: Manganmangel scheint verbreiteter zu sein, als man denkt. Was sagt denn dein TA dazu? Ha er sich zu dem Befund nicht geäußert?
Mangan kann man aber relativ einfach zuführen und wenn endlich die Weidesaison anfängt, nehmen die Pferde ja auch übers Gras zu sich und ansonsten viel gutes Heu und ansonsten Mineralfutter zufüttern.
Hallo zusammen,
das mit den Manganwerten habe ich noch nicht überprüfen lassen, weil das bei einem normalen Blutbild nicht gemacht wird. Werde das mit der Haaranalyse mal machen lassen, guter Tipp :D
Es gibt übrigens eine Mineralfutterherstellerin, Marke sag ich jetzt nicht, wegen Werbung, da wird behauptet, dass Manganmangel für Kissing Spines verantwortlich sei. Mangan ist wohl für den Knochenstoffwechsel sehr wichtig, es kommt nicht mehr ausreichend im Grundfutter vor und in Mineralfuttern ist es nicht immer vorhanden, bzw. eine Fa. hat es sogar aus ihrem Mineralfutter rausgenommen. Es ist übrigens nicht einfach zu füttern, da es vom Pferdeorganismus schlecht resorbiert wird.
Mir ist folgendes passiert: Mein dreijähriger Äppi fing nach der Kastratrion an zu scheuern, dies tat er 2 Jahre lang, er hellte extrem schnell auf (bei Manganmangel tritt eine vorzeitige Ergrauung auf!), sogar sein Mähnenhaar und Schweifhaar wurde weiß! Üblicherweise hätte das noch in der Grundfarbe Schwarz-Braun bestehen bleiben müssen. 6jährig wurde dann leider Kissing Spines festgestellt. Das Pferd wurde bis zum 3jährigen mit einem besonderen Aufzuchtfutter gefüttert, was angeblich ausreichend mineralisiert war, es enthielt besonders viel Kupfer. Es wurde spät und schonend angeritten, es trug einen Maßsattel, also eigentlich war es erstaunlich, dass K-S-Syndrom sich entwickelt hatte :o :?:
Ich fing an, ohne dass mir mein TA dazu geraten hätte Mangan in organischer Pulverform auf Anraten einer Futtermittelfirma zu füttern. Was ich recht schnell feststellen konnte, das Langhaar wuchs wieder dunkel nach und wurde insgesamt wieder fülliger. Das Kissing Spines ist natürlich geblieben :cry:
Ich fütter nun ein manganhaltiges Mineralfutter und mache 1 mal im Jahr eine Mangankur. Die Fa., die auch Dolor Horse herstellt, bietet da Einzelmineralstoffe an.
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