Kotwasser

Herstellerunabhängige Futterberatung

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Bennie2007
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Kotwasser

Beitrag von Bennie2007 » 05.10.2010 10:15:21

Hallo
mein 3,5 jähriger Haflinger hat permanente Probleme mit Kotwasser. Er steht in einem Offenstall mit stundenweise Koppel und bekommt 4 Mal täglich Heu. Stroh steht in einer extra Futterraufe fast unbegrenzt zur Verfügung. Entwurmt wurde dieses Jahr schon drei Mal. Nachdem der TA keine konkrete Ursache feststellen konnte (u.a. wurde der Kot und die Zähne untersucht) wurde von der THP eine Leberkur durchgeführt. Dadurch wurde das Kotwasser zwar besser, aber dennoch reagiert er sehr empfindlich auf jegliche Art der Umstellung, z.B. neuer Heuballen oder Wetterumschwung und hat dann immer mehrere Tage bis Wochen wieder Kotwasser.
Als Kraftfutter bekommt er täglich ein wenig ungequetschten Hafer (ca. 400 g) , Mineralfutter von Derby und Arbocel ACG.
Um die Verdauungsprobleme zu verbessern, habe ich bisher Mash von St. Hippolyt, diverse Kräuterkuren, Bierhefe und Joghurt ausprobiert (natürlich alles hintereinander, nicht gleichzeitig :wink: ). Ich habe auch eine zeitlang überhaupt nichts zusätzlich gefüttert, aber kein Mittel hatte wirklichen Erfolg.
So langsam bin ich mit meinen Ideen am Ende. Mir ist klar, dass Kotwasser viele unterschiedliche Ursachen haben kann und es keine Standartlösung gibt. Aber vielleicht habt ihr ja noch einen Tip, den ihr mir geben könnt.

eleenchen
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Beitrag von eleenchen » 05.10.2010 12:31:21

a) kann ich Dir die Top-Beratung von IWEST empfehlen,
b) schick noch mal Kotproben an PROBIOS in Landsberg, das ist ein Labor, die nichts anderes machen, wie Kot und Stuhl zu untersuchen!!!
c) finden die auch nichts, lass eine Blutuntersuchung machen, da auch eine Entzündung im Darm sein könnte, die dann evtl. sogar mit Antibiotika behandelt werden muss

Ich weiß wovon ich rede. Ich habe viel probiert und bin all diese Wege zum Teil auch schon gegangen. Ohne Befund probierst Du endlos rum und gibst viel Geld aus. Wenn ein Mittelchen Besserung beschert, heißt das nicht, das es hilft, meißt übertüncht es nur, behebt aber nicht die Ursache.
Jeder hat das Pferd, was einem zusteht. Man hat es sich selbst ausgesucht und zu dem gemacht, was es heute ist.

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Beitrag von WesternReiterin » 05.10.2010 14:15:44

Es ist auf jeden Fall wichtig, wie eleenchen schon geschrieben hat, dass du die Ursache für das Kotwasser herausfindest.
Es muss ja eine Ursache haben, grundlos passiert sowas nicht.
Solange du nicht die Ursache für das Problem behebst, wirst du nie eine zufriedenstellende Lösung erreichen. Du kannst dann zwar die Symptome bessern, aber damit ist das Problem selbst nicht beseitigt und es wird immer wieder kommen.
Viele liebe Grüße,
Jasmin

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Beitrag von fb-support » 13.10.2010 08:43:15

Das leidige Thema Kotwasser. Wenn bei einem Pferd Kotwasser auftritt, leiden immer beide – sowohl das Pferd als auch der Halter. Wie kommt es eigentlich zu Kotwasser? Grundsätzlich ist Kotwasser die Folge einer Störung in der Darmflora, die verschiedene Ursachen haben kann. Dein Pferd steht im Offenstall - eine aktuelle Studie der LMU/München verweist darauf , dass auch Stressfaktoren eine starke Rolle spielen können. Daher vielleicht auch die psychischen Faktoren prüfen. Fühlt es sich wohl mit den anderen Pferden? Passt die Rangfolge? Bekommt es genug Aufmerksamkeit? Auch medikamentöse Behandlungen, vor allem mit Antibiotika aber auch Wurmkuren belasten den Darm stark, da sie nicht nur Parasiten und Bakterien, sondern auch die gesunde Darmflora angreifen und zerstören.

Was wir auf jeden Fall empfehlen können:
- Revital Kur oder Revitopur von Mühldorfer
- Kristallkraft
- oder z.B. Pro Digest von Lexa
aber selbst die beste Kur wird nicht helfen, solange die wirkliche Ursache nicht behoben ist.[b55][/b55]
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Beitrag von Leola » 13.10.2010 11:07:35

Oder "OLEWO-Möhren" (www.olewo.de). Und zwar am Besten die Olewo-Möhren-Pellets.
Möhren sind dafür bekannt, dass sie die Darmflora positiv beeinflussen können. Die Pellets sind "hoch-konzentriert" (1 kg entsprich ca. 13 - 15 kg Möhren roh). Die Darmflora wird verbessert, der Stoffwechsel optimiert.

Ich kenne einige Leute, die mit der Gabe der Olewo-Möhren-Pellets Umstellungsempfindlichkeiten ihrer Pferde oder auch andauerndes Kotwasser ohne vorherige (Futter)Umstellung gut in den Griff bekommen haben!
Sehr schicker 4jähriger Painthengst von Arc Playsophie aus einer mult. Futurity Champion Stute & NRHA Fut. Finalistin for sale! More Infos: http://www.ranchhorsepanzer.de" onclick="window.open(this.href);return false;

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Scallida
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Beitrag von Scallida » 13.10.2010 11:22:49

Oder Heilerde geben...
LG scallida

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bubu
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Beitrag von bubu » 13.10.2010 18:35:20

meiner hatte kotwasser von stroh schlechter qualität bekommen. ansonsten habe ich auch gehört, dass eine futterberatung bei iwest super sein soll.

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Beitrag von sugar baby peppy » 21.10.2010 09:24:28

...also ich hab alles durch.
Angefangen bei Bierhefe, Joghurt usw über Darmsanierung (Kotproben einschicken und Bakterienkulturen zufüttern, die im Darm nicht oder zu wenig vorhanden sind), div Zusatzmittel, Olewo-Möhren und momentan bin ich bei Galloppin....hab bestimmt was vergessen...

Alles hat immer mal eine Zeitlang geholfen, aber selbst meine TA´s (hab versch. Meinungen eingeholt) sind mit ihrem Latein am Ende..
Da es der Stute nicht schlecht geht, also ihr Allgemeinzustand sehr gut ist, behandel ich es mittlerer Weile als schwieriges, aber letztlich kosmetisches Problem....
"Was lobst Du Deinen schnellen Ritt?
Dein Pferd ging durch und nahm Dich mit!"

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Beitrag von Nightfly » 21.10.2010 09:35:35

Habt ihr es mal mit Effektive Mikroorganismen (EM) probiert?

Klick mich
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Beitrag von tory » 21.10.2010 10:38:50

je weniger faserig das futter ist, desto weniger kotwasser - meine erfahrung.
weiche, relativ feuchte und entsprechend natürlich auch nahrhafte heulage z.b. wirkt besser als langstieleiges pferdeheu.
aber wie du schon schriebst: ein kosmetisches problem.
liebe grüße
helene


Wer mit dem Strom schwimmt, erreicht die Quelle nie.
Peter Tille *1938 dt. Schriftsteller

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Beitrag von PepChi » 14.11.2010 23:44:49

Hat jemand mit Heilerde Erfahrung?
Wieviel sollte verabreicht werden?
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Bennie2007
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Beitrag von Bennie2007 » 17.11.2010 09:18:32

Ich hab Heilerde auch ausprobiert. Bei uns hat es überhaupt nicht geholfen. Damals habe ich 1 EL am Tag gegeben. Ich glaube das war die Dosierung für Menschen die auf der Packung stand.
Ich hab nun zum x-ten Mal eine neue TÄ geholt (neues 'Spiel' neues Glück??) . Stullmisan ausprobiert, aber auch keine Besserung. Auf Drängen nun mal wieder ein BB und Kotprobe. Aussage der Ärztin war:"Das hat er halt einfach. So lange es ihm sonst gut geht und er gut aussieht....."

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Beitrag von Scallida » 17.11.2010 17:07:35

[quote6b="PepChi"]Hat jemand mit Heilerde Erfahrung?
Wieviel sollte verabreicht werden?[/quote6b]

Ja. Ich habe 2x tgl. 3 gute Teelöffel gegeben. Hat gewirkt.
LG scallida

Aktuelle Verkaufspferde: http://www.moonlight-appaloosa.de/index.php?id=13

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Beitrag von Peggy1982 » 18.11.2010 09:00:43

Ich habe auch gute Erfahrugen mit Milchzucker gemacht. Aber ich weiß woran es liegt wenn meiner Kotwasser bekommt. Das hat er nur wenn wir zu grobes Heu haben und er Streß hat. Ansonsten tritt das Problem bei ihm nicht auf.

Würde auch raten Proben einzuschicken oder in der Apo PH-Teststreifen zu holen und damit den PH-Gehalt im Kot zu messen. Das funktioniert aber nur in frisch abgesetzten Kot. Anhand der Skala kann man sehen wie hoch der Säuregrad im Kot ist. Mit diesen Werten würde ich dann den TA konsultieren oder bei Iwest Fr. Dr. Meyer anrufen.

ranchwork
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Beitrag von ranchwork » 07.12.2011 17:12:58

hallo versuchs mal mit indischem flohsamen gibts im reform haus apotheken oder im drogeriemarkt ca 5esslöffel am tag mit apfelmus geben und welches stroh füttert ihr viele pferde vertragen kein haferstroh und reagieren mit kotwasser probiert dann einfach mal weizen oder gerstenstroh lg viel glück
ein pferd gut zu trainieren sollte emotionslos geschehen
ein trainiertes pferd zu reiten jedoch sollte mit freude spass und stolz geschehen

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