Heucobs / Graspellets

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Leotie
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Heucobs / Graspellets

Beitrag von Leotie » 29.08.2010 17:57:02

Hallo,
ich habe einige Fragen zu Heucobs........

1. Sind Heucobs und Graspellets das Selbe? Oder gibt es da Unterschiede in der Herstellung? Was gibt es da für Unterschiede?

2. Welche Hersteller sind imPreis-Leistungsverhältni zu empfehlen?

3. Wie verfüttert man die Cobs sachgemäß?

4. Wieviel / wie oft am Tag füttert man, wenn man Heu komplett durch Cobs ersetzt?

5. Wieviel / wie oft amTag füttert man, wenn man die Gabe mit Heu ergänzt? Wie sollten sich die Mengen Cobs/ Heu miteinander verhalten?

6. Welche Arten von Raufutter außer Heu empfehlen sich noch zur Kombination mit Heucobs? Welche Mengen davon?

7. Welche Zusatzfutter empfehlen sich zur Ergänzung?

8. Wielange und wie lagert man amBesten die Cobs?

9. Was gibt es sonst noch für Tipps rund um die Heucobverfütterung?


So, das waren jetzt eine Menge Fragen und ich freue mich schon auf die Antworten!

LG
Julia

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PokoBueno
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Beitrag von PokoBueno » 29.08.2010 18:17:58

was für ein Pferd und aus welchem Grund willst du Heucobs füttern?

Poko

Monnef
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Beitrag von Monnef » 30.08.2010 07:12:23

Versuche mal soweit ich kann zu beantworten aber genauere Info warum weshalb wieso wäre schon hilfreich.

1. Nein sie sind nicht dasselbe. Heucobs enthalten zu Grascobs mehr Rohfaseranteil. Alles was über 25% Rohfaseranteil hat sind Heucobs, da drunter Grascobs. Daher tendiere ich immer zu Heucobs.

2. Empfehlen ist hier ganz schwer denn nicht alle Pferde fressen die gleichen. Da muss man einfach ausprobieren.

3. Da gehen die Meinung auseinander. Viele empfehlen nur eingeweicht. Ich füttere sie zum Beispiel trocken da meine sehr langsam und sorgfältig kauen. An die eingeweichten kriege ich sie nicht mal ran. Den von meinem Freund kann ich durch ne kleine Menge noch mal gut beschäftigen bis die anderen fertig sind.

4. Wenn man danach geht das Heu immer zur Verfügung stehen sollte müsste man sagen das Heucobs auch immer zur Verfügung stehen sollten. denke aber das ist so nicht machbar. Mal sehen was die anderen dazu sagen.
Aber warum willst Du komplett ersetzen. Kann das Pferd kein Heu mehr kauen ?

5. Denke das kommt aufs Pferd an und muss ausprobiert werden welche Mengen das Pferd benötigt. Wenn ich das so richtig im Kopf habe, haben 1 kg Cobs den Energiebedarf von 1,5 kg Heu. Das sollte dann berücksichtigt werden.

6. Stroh und Luzerne würde mir jetzt einfallen.

7. Meinst Du MiFu?

8. Ich lagere sie in Tonnen. Auf jeden Fall trocken und würde sagen nicht zu warm.
VG Alex

Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen - der muß auch mit jedem Arsch klar kommen...
Aber bevor ich mich uffrech, isses mir lieber egal!

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Heucobs

Beitrag von fb-support » 30.08.2010 11:44:52

Für und Wieder bei der Fütterung von Heucobs gibt es viele. Auf jeden Fall, haben sich die Cobs bei der Fütterung von alten und/oder zahnkranken Pferden, die das langstielige Heu nicht mehr ausreichend verwerten können, als empfehlenswert erwiesen. Selbstredend, dass die Cobs dann auf jeden Fall eingeweicht werden müssen. Ebenso geeignet für staubempfindliche und allergische Pferde. Gute Heucobs sind rohfaser- und energiereich und als Ergänzung sehr gut geeignet. Nach unserer Auffassung sollte aber der Cob niemals vollständig das übliche Rauhfutter ersetzen und dieses immer zusätzlich zur Verfügung stehen.

Bei einem guten Futter/Hersteller ist dann auch immer eine Fütterungsempfehlung bzw. Anwendung dabei. Normalerweise wird das Einweichen empfohlen aber bei entsprechender Qualität und einem gesunden Pferd, dass auch noch normal kauen kann, spricht nicht unbedingt etwas gegen die Fütterung ohne vorheriges Einweichen.

Bei der Art der Cobs gilt als Faustregel, je größer die Faserlänge desto besser die Qualität. Leider gibt es aber nicht viele Cobs, die sich aufgrund dessen wirklich empfehlen lassen denn im Durchschnitt liegt die Länge bei den guten Ausführungen bei gerade mal 2-2,5 cm, besser oder ausreichend sind mind. 4 cm. Ganz schlecht, Cobs die überwiegend oder gar ganz aus Grünmehl gepresst sind, da kannst du auch gleich Heustaub zu Pellets machen.

Neu auf dem Markt und nach unserer Erfahrung gut, sind z.B. Eggersmann Heu-Cubes (Scheiben zu 6 cm Durchmesser). Alternativ bietet sich auch noch die Marstall Struktur Linie Basis Luzerne an.
food-brothers Support Team
www.food-brothers.com

Leotie
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Beitrag von Leotie » 31.08.2010 09:45:51

Danke für eure Beiträge!

Meine Paintstute hat aufgrund starken Wurmbefalls imFohlernalter beschädigte Darmzotten und daher Kotwasser. Nach jahrelangen, zahlreichen und scheiternden Versuchen das Kotwasser in denGriff zu bekommen will ich es mal ausprobieren das Heu (zum Teil) durch eingeweichte Heucobs zu ersetzen!
Denn kaum steht sie auf der Weide und frißt saftiges Gras ist das Kotwasser dauerhaft innerhalb von einemTag komplett verschwunden. Bekommt sie aber wieder Heu zu fressen dauert es gerade mal zwei Tage und das Wasser läuft wieder.
Deswegen bin ich zu der Theorie gekommen, dass das Ganze was mit der Rohfaser-Wasser-Anbindung zu tun haben muss
Wenn sie Heu frißt säuft sie auch sehr viel Wasser, aber das ist ja nicht dasgleiche als wenn das Wasser im Gras gebunden ist.

Und da dachte ich mir, dass aufgeweichte Heucobs dem Prinzip am ehesten Nahe kommen!

Wenn sie von der Weide kommt will ich gleich damit experimentieren. Aber vorher wollte ich mich noch gut informieren.

Ich hab da noch Fragen:

Wie ist das mit demEinweichen am Besten? Wie lang darf man maximal vorher den Brei ansetzen? Geht das, wenn man es eine Nacht vorher ansetzt, wenn man es morgens verfüttern will? Oder kann es da zu Gärungen kommen?
Ist es schlimm, wenn der Brei zu wässerig ist?
Ist es schlimm, wenn sich ein paar Teile der Cobs nicht auflösen?

LG
Leo

eleenchen
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Beitrag von eleenchen » 31.08.2010 11:18:43

Ich weiche die Cobs in lauwarmem Wasser ca. 15 - 30 min ein, das reicht. Ich würde sie nicht schon über Nacht weichen lassen. Und wenn sie noch nicht 100% geweicht sind, ist das nicht schlimm.
Jeder hat das Pferd, was einem zusteht. Man hat es sich selbst ausgesucht und zu dem gemacht, was es heute ist.

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Beitrag von Leola » 31.08.2010 12:17:07

Ob deine Rechnung so aufgeht, weiß ich aber dennoch nicht.

Die Verdauung beim Pferd bei Heu ist ja vollständig anders als bei frischem Gras; angefangen dabei, dass andere Bakterien im Darm für die Verdauung zuständig sind, ....

Hast du schon mal Olewo-Möhren (die Pellets!) ausprobiert?
Eine Freundin von mir hat damit das Kotwasserproblem ihres Wallachs gut in den Griff bekommen (wobei es bei ihm genau andersrum war wie bei deinem Pferd..).

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Beitrag von y-bar-b-appaloosas » 31.08.2010 14:13:37

Leola, du solltest dir wirklich langsam mal eine Provision zukommen lassen! :lol: :wink:
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www.y-bar-b-appaloosas.de

eps
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Beitrag von eps » 31.08.2010 14:21:58

[quote49="y-bar-b-appaloosas"]Leola, du solltest dir wirklich langsam mal eine Provision zukommen lassen! :lol: :wink:[/quote49]

Hat sie wahrscheinlich schon längst! :lol: :lol: :lol: :lol:
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Beitrag von Leola » 31.08.2010 15:09:23

Nö... leider nicht.... bis auf, dass ich vor vielen, vielen Jahren mal ein Cap von denen geschenkt bekommen habe ... wie sehr viele andere damals vermutlich auch... ;-)

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Beitrag von fb-support » 02.09.2010 12:47:22

[quote79="Leotie"]Danke für eure Beiträge!

...Heu/Gras

Ich hab da noch Fragen:

Wie ist das mit demEinweichen am Besten? Wie lang darf man maximal vorher den Brei ansetzen? Geht das, wenn man es eine Nacht vorher ansetzt, wenn man es morgens verfüttern will? Oder kann es da zu Gärungen kommen?
Ist es schlimm, wenn der Brei zu wässerig ist?
Ist es schlimm, wenn sich ein paar Teile der Cobs nicht auflösen?

LG
Leo[/quote79]
Hallo Leo,
die Sache mit dem Gras/Heu erscheint ein bisschen seltsam da nach unserer Erfahrung die meisten Pferde eher umgekehrt reagieren.. also Kotwasser nach zu viel frischem Gras usw.. Wie ist denn die Heuqualität in deinem Stall? Da könnte man nochmal ansetzen.

Wir vertreten die Meinung, dass die Cobs wenn dann komplett aufgelöst werden sollten. Da die Pferde ihre "Suppe" ja eher schlürfen als wirklich kauen bestünde sonst die Möglichkeit einer Schlundverstopfung. Nichts spricht gegen das Einweichen z.B. am Abend und füttern am nächsten Morgen. Dabei nur auf die richtige Lagerung während der Einweichzeit achten (also nicht zu warm, etc.)
food-brothers Support Team
www.food-brothers.com

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