Wattritt zur Insel Neuwerk

Für die schönste Zeit im Jahr - ob mit oder ohne Vierbeiner!

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Kimchen
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Beitrag von Kimchen » 19.07.2011 12:11:39

So, am WE war ich also in Cuxhaven um mir alles anzuschauen, ich wollte eben nicht mit Sack und Pack "ins Blaue" fahren.

Also für mich fällt Cuhaven sowas von aus. Die Ställe sind alle ok, aber der Rest....Puh..... Selten so eine hässliche Stadt gesehen und die Strände...Nein danke......Klar zum reiten wird es ganz OK sein, aber zum Urlaub machen für mich nur gruselig.

Aber das ist zum Glück Geschmackssache.....Für alle die hin wollen, mir hat der Eschenhof am besten gefallen, klein gemütlich ordentlich.....

Watt reiten ist so ne Sache, wir haben viel mit den Stallbesitzern geredet. Es ist nicht ganz ungefährlich. Zudem empfehlen alle Eisen und unbedingt frisch beschlagen da das Watt eine hohe Reib- und Saugwirkung hat. Es gibt schlickige Stellen man bleibt auch mal "hängen"......Nene nix für unsere Pleasureponys.....keine Lust die kaputt zu machen. :-) Wir wollen doch nach dem Urlaub nach Kreuth :-)


Wir sind hat verwöhnte Rügen Urlauber, für uns gibt es nix schöneres....Traumhafte Strände, Endlose Waldwege, Reiten ohne einem Menschen zu begegnen. Und auch für Nichtreiter wunderbar. Traumhafte Seebäder, Kultur ohne Ende, Radwege usw usw...... das findet mal halt an der Nordsee einfach nicht.....Sch.... Druse.......könnte heulen das wir nicht hinkönnen......

Mal sehen was wir jetzt für ne Alternative finden.....

Viele Grüße

Kimchen

Hobby-Cowgirl
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Beitrag von Hobby-Cowgirl » 07.08.2011 22:16:36

Wir sind am Freitag bei strahlendem Sonnenschein in Sahlenburg mit zwei berittenen Wattführern abgeritten.

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Der Ritt nach Neuwerk gestalltete sich als sehr schön und unproblematisch. Dreckig wird wohl jeder, je kleiner jedoch das Pferd, umso mehr Sand befindet sich nach dem Ritt „im Getriebe“.

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Am Freitag war nicht viel los, so daß wir relativ alleine waren unterwegs.

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Das Festland schon lange hinter uns gelassen.

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Ankunft auf Neuwerk – wunderschön!

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Freitag abend: Sonnenuntergang auf Neuwerk
WUNDERSCHÖN!

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Am Samstag ritten wir mit unseren beiden Führern an das Fahrwasser der Elbe. Ohne erfahrene Führer nicht zu empfehlen, da sich stellenweise vor Neuwerk gefährliche Sande befinden, in denen man gut und gerne bis zum Bauch stecken bleibt. Mit Martin und Carmen war der Weg jedoch kein Problem und wir fanden wunderschönes Strandfeeling mit kilometerlangen Galoppmöglichkeiten am Wasserrand vor. Ein unvergessliches Erlebnis!

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Martin, unser Führer, mit Neuwerk im Hintergrund

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Fotosession mit Schiffen im Hintergrund: Dreckig - aber glücklich!

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Der Rückritt am Sonntag gestaltete sich als sehr spannend: Starker Wind verhinderte, daß das Wasser komplett ablief. So sind wir bei strahlendem Sonnenschein mit Windstärke 6 fast 10 km durch flaches Wasser aber auch tiefe Priele geritten. Wir ritten auf dem Weg zurück nach Sahlenburg ausschließlich Schritt, was mehr Zeit zum fotografieren ließ – aber auch gut für die Pferde war. Diese mussten in dem teilweise doch relativ tiefen Wasser ganz schön schufften!

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Hin und wieder war es trocken von unten

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An einem Priel ritten unsere Führer voraus um die Wassertiefe zu prüfen, um uns warnen zu können, falls es für eines der Ponies zu tief gewesen wäre. Doch alles kein Problem: Wir konnten den Priel daraufhin in einem Zug durchqueren.

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In diese "Vogelkäfige" kann man sich als Wattwanderer retten, falls man von der Flut doch überrascht wird.
Von denen stehen einige auf der Strecke zwischen Insel und Festland.

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Unser Gepäck wurde in einem der Anhänger transportiert, welche von Trekkern hin und her gezogen wurden.

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Der hintere dieser zwei Trekker kam in einem Priel in Schwierigkeiten und blieb stecken. Bemerkenswert, wie schnell einer der anderen Trekkerfahrer sein Gespann am anderen Ende des Priel abkuppelte und zurück in den Priel fuhr, um das stecken gebliebene Gespann heraus zu ziehen!

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In diesen Anhängern fuhren auch Personen mit, denen stellenweise ganz schön mulmig wurde als der Wagen fest steckte...

Sahlenburg - zum Greifen nah ... aber immer noch verdammt viel Wasser überall!

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Die meisten Passagiere allerdings fuhren in den Wattwagen gezogen von den Pferden zur Insel und zurück. Wirklich sehenswert, wie diese Pferde die Wagen durch das Wasser zogen.
Insgesamt fahren etwa 40 dieser Wagen nach Neuwerk und zurück.

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Kurz vor Neuwerk wurde das Wasser flacher und die letzten Meter ritten wir auf fast trockenem Watt.

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Von unten klatschnass, von oben strahlende Sonne, bei so starkem Wind, dass man sich zur Verständigung nur noch anschreien konnte... wunderschön!

Ein tolles Wochenende!

Glücklich aber völlig erschöpft traten wir die Heimreise aus Sahlenburg an.

Oft hörte ich im vorhinein, dass es Probleme mit Eisen gab: Die einen sagten, man solle unbedingt beschlagen, die anderen wiederum sprachen davon, dass die Eisen im Watt eh verloren gehen würden. Ich kann weder das Eine noch das Andere bestätigen: Wir hatten beschlagene und unbeschlagene Pferde in der Gruppe und beides ging problemlos!
Was ich jedoch jedem raten würde: Nur mit recht gut konditionierten Pferden zu reiten und auch als Reiter nicht unvorbereitet rüber reiten: 10 km Watt bei schlechtem Wetter sind nicht zu vergleichen mit 10 km Waldweg!

Als Fazit jedoch kann ich nur sagen: DAS muss man erlebt haben und viele dieser spannenden Eindrücke (auch vom Leben auf so einer kleinen Insel) gewinnt man leider nicht, wenn man nur in einer Tiede hin und wieder zurück reitet!

Ein wirklich tolles Wochenende und bestimmt nicht mein letzter Ritt im Watt vor Neuwerk.

Hobby-Cowgirl
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Beitrag von Hobby-Cowgirl » 08.08.2011 23:58:24

Ich habe versucht, die entgegenkommenden Wattwagen filmmäßig festzuhalten. Wir kamen uns vor, wie in einer Rush-Hour.

Das Filmen bei starkem Wind auf einem durch´s Wasser stapfenden Pferd ist nicht ganz einfach, deshalb ist der Film leider sehr verwackelt. Zudem mußte ich die Qualität des Films extrem runter schrauben, da mein Rechner sonst die ganze Woche gebraucht hätte, den Film in höherer Qualität hochzuladen.

Trotzdem spannend, wie etwa 40 Gespanne vom Festland zur Insel fahren und wie die Pferde diese Wagen durch doch relativ hohes Wasser ziehen.
12 weitere Gespanne fahren Touristen von der Insel zum Festland.

Wer gucken will, hier:
http://www.youtube.com/watch?v=lc1Fia3lVdA

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dee bar
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Beitrag von dee bar » 18.08.2011 14:16:04

toller bericht und fotos :D

wir waren vor ca. 10 jahren auch da und sind zu zweit rübergritten und geschwommen (tiefe priele) ... wir sind aber immer in der nähe der wattwagen geblieben damit man im notfall jemanden hat der einem weiterhilft.

ich hätte glatt wieder lust dazu nochmal zu fahren bzw. reiten :wink:
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Wir unterschätzen das, was wir haben,
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*Maria Freifrau von Ebner-Eschenbach*

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