Angst im Hänger

Basis & Jungpferde

Moderatoren: Bernd Hackl, Moderatoren

Gesperrt
justy
Beiträge: 161
Registriert: 13.02.2004 14:08:03
Wohnort: Lübeck

Angst im Hänger

Beitrag von justy » 03.04.2007 16:31:58

Hallo,

mein 4jähriger QH-Wallach kann leider immer noch nicht Hänger fahren.
Er ist als Fohlen einmal mit Stute zur Fohlenschau gefahren, das war ohne Probleme.
Später habe ich mit ihm das Einsteigen geübt, erst ohne Trennwand, später mit. Er ist sehr sensibel, ich mußte ihn lange an die Geräusche der Klappe, der Einstiegsluke usw. gewöhnen. Das ging alles noch gut bis wir versuchten, die Klappe zu schliessen.
Da wurde er panisch, hat uns die Klappe aus den Händen getreten und sich aus dem Hänger "gekämpft", unter der Heckstange hindurch bis der Ring des Halfters aufgebogen war. Dabei hat er sich einige Abschürfungen zugezogen.
Ich kann ihn jetzt zwar schrittweise auf den Hänger schicken, aber er fühlt sich dort nicht wohl und flüchtet bei jedem Geräusch wieder rückwärts raus.
Wie kann ich am besten weiter vorgehen?
Ich habe schon gesehen, das Pferde ohne Trennwand lose im Hänger fahren, mit Fohlengitter über der Klappe.
Ich bekomme von Freunden Tipps, wie z.B. sedieren aber ich glaube nicht, das das gut kommt, wenn er während der Fahrt wach wird.

Benutzeravatar
Stjarna
Beiträge: 18
Registriert: 01.04.2007 01:51:51
Wohnort: Willich

Beitrag von Stjarna » 12.04.2007 22:40:56

sedieren :?: würde ich den auf keinen fall.
Mal probiert den im Hänger zu füttern? Also mit futter reinlocken innen dann das Futter geben und später wieder rausführen bis das auchmit der Stange wieder klappt.

ich würd auf keinen Fall mit Druck arbeiten :!:

kann aber das Verladen ohne Trennwand aber angebunden! empfehlen machen das mit unseren Beiden uch zu zweit die kennen sich aber weil die Tag und nacht zusammen sind mit zwei fremden pferde würde ich das z.B. nicht empfehlen.
- Take it Isi -
Pass und Tölt

Benutzeravatar
wittelsbuerger
Wittelsbuerger.de
Wittelsbuerger.de
Beiträge: 5141
Registriert: 31.10.2002 09:44:40
Wohnort: Düsseldorf
Kontaktdaten:

Beitrag von wittelsbuerger » 05.06.2007 17:59:20

Hier die Antwort:

"Ich glaube nicht, dass dies noch nie vorgekommen ist. Ich denke, dass es dort ein Schlüsselerlebnis gab. Pferde können auf der Autobahn im Hänger einnicken oder dösen. Fährt man dann von der Autobahn runter in die Kurve, haben sie sich nicht schnell genug ausbalanciert und verlieren das Gleichgewicht. Für ein Pferd ein Schreckensmoment. So ein Erlebnis kann dazu führen, dass ein Pferd panisch reagiert, wenn die Klappe zu ist, weil es Angst hat, in die gleiche Situation zu kommen. Ich würde mein Pferd im Training viel innerhalb des Anhängers rangieren. Ich würde es einen Schritt vor, einen zurück, zwei zurück, zwei vor setzten lassen und so weiter. Es ist nicht wichtig, dass es ganz reingeht, sondern, dass es sich innerhalb des Hängers und auf der Rampe willig Schritt für Schritt manövrieren lässt. Dass Pferd soll lernen, dass es seine Beine benutzen kann, um sich auszubalancieren. Das alleine wird das Problem allerdings noch nicht ganz lösen. Fahren Sie zur Übung kurze Strecken, vom Stall auf die Wiese und abends wieder zurück zum Beispiel, auch wenn der Weg nur wenige Meter entfernt ist. Fürs brave fahren kommt es auf die Wiese oder heim in die Box zum fressen. Es ist auch hilfreich, einen Heilpraktiker aufzusuchen. Bachblüten und Homöopathie können das Pferd positiv unterstützen."

Gesperrt

Zurück zu „Bernd Hackl“